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2019

Neujahrsempfang mit Wintergrillen

Neujahrsempfang des Stadt- und Kreisverbandes Wiesbaden der Kleingärtner e. V.

An einem herrlichen Wintertag mit strahlend blauem Himmel beging der Stadt- und Kreisverband Wiesbaden der Kleingärtner e. V. im Vereinshaus des Kleingärtnervereins Mainz-Kastel e. V. seinen Neujahrsempfang.

Der Vorsitzende Klaus Beuermann und alle Vorstandsmitglieder zeigten sich erfreut darüber, dass man zahlreich der Einladung gefolgt war um im Kreise vieler Kleingärtnerinnen und Kleingärtner sowie Vertretern aus Politik gemeinsam in das Jahr 2019 zu starten. Dies wurde als Signal gewertet, diesen traditionellen Empfang auch in Zukunft beizubehalten.

Die Anregung, den Empfang mit einem Wintergrillen zu unterstützen fand große Zustimmung und so bedankte man sich bei Thomas Wagner, dem Vorsitzenden des KGV Mainz-Kastel e. V., besonders dafür, dass er diese Aufgabe persönlich übernahm. Selbstverständlich ging der Dank auch an den stellvertretenden Vorsitzenden Alfred Stenner und dem Team mit Marita Loose, Ursel Stenner, Frank Besemer und Wilfried Sollmann.

Aus der Landeshauptstadt Wiesbaden waren viele Ehrengäste der Einladung gefolgt und so konnte Klaus Beuermann den stellvertretenden Stadtverordnetenvorsteher Herrn Michael David begrüßen. Aus dem Magistrat war der Dezernent für Umwelt, Grünflächen und Verkehr, Herr Stadtrat Andreas Kowol anwesend, ebenso aus den Wiesbadener Rathausfraktionen die Fraktionsvorsitzende der SPD, Frau Nadine Ruf, die umweltpolitische Sprecherin der CDU, Frau Nicole Röck-Knüttel, der Stadtverordnete Herr Ronny Maritzen von Bündnis 90 / Die Grünen und Stadtverordneter Herr Hartmut Bohrer von die Linke / Piraten.                                                                     Ebenso herzlich wurde Herr Ernst Ewald Roth begrüßt, der seit der Neuwahl des Hessischen Landtages diesem nicht mehr angehört. Der Landesverband Hessen der Kleingärtner e. V. war mit seinem Vorstandsmitglied Hans-Georg Koll vertreten. Auch der Ehrenvorsitzende des Stadt-und Kreisverbandes Wiesbaden der Kleingärtner Herr Norbert Renz und unsere Ehrenkassiererin Frau Annemarie Kahlenberg fehlten nicht  in dieser illustren Runde. Besonders erfreut war man über den Besuch der Geschäftsführer des Kleingartenversicherungsdienstes, Frau Stefanie Westerfeld und Walter Voß, die den Weg von Köln nach Mainz-Kastel auf sich genommen haben.

Oberbürgermeister Sven Gerich wäre auch gerne schon zu diesem Zeitpunkt anwesend gewesen, musste aber zeitgleich einen anderen Termin wahrnehmen und hat versprochen  gegen 12:30 Uhr zu erscheinen.

Besonders erfreulich war es, dass viele Vorstandsmitglieder der angeschlossenen Vereine erschienen waren.

Mit dem Stoßseufzer eines unbekannten Autors „schon wieder ein neues Jahr – dabei hätte das alte doch noch für Monate gereicht“ hinterfragte Klaus Beuermann, ob auch bei allen anderen das Jahr 2018 rasend schnell vergangen sei. Dreht sich die Welt durch unsere modernen Kommunikationsmittel und durch das Internet gefühlsmäßig schneller? Somit ist das Phänomen „Zeit“ allgegenwärtig – gerade zum Jahreswechsel.

Der diesjährige Neujahrsempfang wurde unter das Motto "Veränderung" gestellt. Ihm sei bewusst, so der Vorsitzende, dass mehr denn je Neues Ängste vor Veränderungen auslöst und nur wenigen Veränderung sympathisch sind. Aber Veränderung bedeutet auch lernen, neue Wege zu beschreiten und Chancen zu ergreifen. Es geht um Toleranz in der Auseinandersetzung und um die Fähigkeit andere Entwürfe und Lösungen zu ertragen und sie letztlich auch zu akzeptieren.  Das dies nicht durch Spaltung, durch Dissonanz, durch Streit geht ist einleuchtend, es geht nur durch Kooperation, Zusammenarbeit und die Entwicklung eines Gemeinschaftsgefühls.

Das Zitat des bekannten chinesischen Philosophen Lao Tse, "Verantwortlich ist man nicht nur für das was man tut, sondern auch für das, was man nicht tut." sollte als Leitlinie genommen werden.

Mit dem Ändern der Jahreszahl, einem neuen Kalender stellt sich leicht der Eindruck ein, dass auch ganz neue Chancen und Möglichkeiten vor uns liegen. Nur ist ein Jahreswechsel keine wirkliche Zäsur, von daher sollte man davon ausgehen, die Dinge neu in die Hand zu nehmen. Dies gibt Zuversicht und eröffnet Perspektiven.

Rückblickend wurde festgestellt, dass ein von Höhen und Tiefen geprägtes Jahr liegt hinter uns liegt, jedoch bei optimistischer Betrachtungsweise waren die positiven Dinge in der Überzahl – und somit war es ein gutes Jahr. Viele spannende Wochen und Monate liegen noch in dem vor uns liegenden Jahr.

In einem Neujahrsempfang werden ja auch Wünsche geäußert, und so verband Klaus Beuermann das neue Jahr mit Wünschen für alle. Er wünschte  Gesundheit und Kraft, kluge Gedanken und die Gabe aufeinander zu hören und die gegenseitigen Meinungen zu respektieren. Aber auch den Mut, sich auf Neues einzulassen, Visionen zu wagen und anzupacken.

Er appellierte daran, dass in diesen unruhigen Zeiten Gemeinsinn und Zuversicht die wichtigsten Eigenschaften sind, die unser Handeln prägen sollten.  Mit der Anregung, den Anfang des Jahres als das begreifen, was er ist: ein Neu(jahrs)start  wies er darauf hin, dass das, was viele sich vielleicht vorgenommen jetzt in die Tat umgesetzt werden kann, was schon lange überfällig erscheint oder dringend notwendig ist. Hier spielte man den Ball zu den anwesenden Politikern und wies besonders an die finanzielle Unterstützung der Stadt für notwendige Infrastrukturmaßnahmen unserer Kleingärtner hin. Erwähnt wurde auch, dass man nicht vergessen dürfe, dass die Pflege des öffentlichen Grüns durch die Kleingärtner der Stadt einen nicht zu unterschätzenden Betrag einspart.

In seinem Schlusswort wurde die Gelegenheit ergriffen um Danke zu sagen. Allen voran den vielen ehrenamtlich Tätigen. Vieles, was ehrenamtlich getan wird, müsste entweder aus finanziellen Gründen zurückgestellt werden oder aber es müsste teuer bezahlt werden. Von daher sind Ehrenamtliche, wie man so gerne sagt, tatsächlich mit Geld nicht  oder kaum zu bezahlen.   Mitmenschlichkeit oder Gemeinsinn lässt sich nicht verordnen oder einfordern.               Und ehrenamtliches Handeln hat, ganz gleich, worauf es sich richtet, einen höheren Wert als alles, was sich in Cent und Euro messen lässt.  Und so ist allen ehrenamtlich Tätigen ein ganz besonderer Platz einzuräumen. Denn durch ihr ehrenamtliches Engagement im vergangenen Jahr, ist unsere Welt ein wenig freundlicher, wärmer und mitmenschlicher geworden. Mit dem Aufruf aus unserem vielfältigen Gemeinschafts- und Vereinsleben die Kraft und die Leidenschaft zu schöpfen, um gemeinsam unsere Vereine liebens- und lebenswert zu erhalten und weiter zu gestalten und  jeder Einzelne auf seine Weise seinen Beitrag dazu leisten kann, beendete er die Ansprache und bat um die Grußworte.

Stadtrat Andreas Kowol nutzte diese Steilvorlage und lobte die Kleingärtner hinsichtlich ihres Mitwirkens bei der Gestaltung eines „grünen Stadtbildes“. Er ermunterte die Kleingärtner, dieses Engagement auch künftig mutig fortzusetzen, zumal Projekte auch von der Stadt finanziell unterstützt werden können.

Den von Klaus Beuermann angesprochenen Gemeinschaftssinn transformierte der stellvertretende Stadtverordnetenvorsteher Michael David auf die politische Ebene der in die Schlagzeilen geratenen Landeshauptstadt. Er räumte „Fehlverhalten und Verdachtsmomente mancher Politiker“ ein. Vorkommnisse, die allerdings juristisch aufgeklärt werden müssten. Gleichwohl gelte es jetzt zu einer sachlichen Politik-Ebene zurückzukehren, statt „aufeinander einzuschlagen“, postulierte Michael David und wurde für seine diplomatische Rede mit großem Beifall bedacht. Eindrucksvolle Worte, die sowohl von den anwesenden Kommunalpolitikern als auch von den Kleingärtnern aufmerksam verfolgt wurden.

Trotz seines vollen Terminkalenders stattete Oberbürgermeister Sven Gerich den Kleingärtnern einen Besuch ab. In seinem Grußwort machte er deutlich, dass er schon immer einen „grünen Daumen“ für die Pflege der Pflanzen hatte und ein besonderes Faible für Stauden hat. Er dankte den Kleingärtnern für ihr ehrenamtliches Engagement und für die optische Aufwertung der Landeshauptstadt durch gepflegte Kleingärtenanlagen. Mit den frisch gegrillten Bratwürsten stärkte man sich und nutzte die Möglichkeit, sich mit anderen Kleingärtnern auszutauschen und sehnte sich bereits jetzt nach dem Frühling, um die Gartensaison richtig beginnen zu können.